Praxis Schönebaum & Mehrtens
Wie äußert sich kindliches Stottern?
 
Autorin: Karla Mehrtens
 
"Du, du, du Mama, da die Kakakatze."
 
Zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr kann phasenweise eine Unflüssigkeit im Sprechen auftreten, die wenige Wochen andauert. Die Worte überschlagen sich förmlich.
 
Sprache zu erlernen ist ein komplexer Vorgang. Das Gehirn muss den Auftrag an die Sprechorgane geben, Begriffe müssen gefunden, Satzstruktur und Grammatik abgerufen werden.
 
Schaffen Sie ruhige Gesprächssituationen. Mit Geschwistern sollte kein Wettbewerb um das Sprechen entstehen. Halten Sie Blick- und Körperkontakt, signalisieren Sie Ihrem Kind damit, dass es sich Zeit lassen darf, während Sie zuhören.
 
Wird dem Kind die Unflüssigkeit nämlich bewusst, ist die Gefahr groß, dass sich die Symptomatik verfestigt und zu einem echten Stottern wird.
 
Korrigieren Sie Ihr Kind deshalb nicht, ermahnen Sie es nicht, langsam zu sprechen.
 
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Verhalten ausreichend ist, können Sie sich vom Kinderarzt logopädische Beratungsstunden verschreiben lassen.
 
(Braunschweiger Zeitung, 26.11.2005)

 
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