Praxis Schönebaum & Mehrtens
Schmatz doch bitte nicht so!
 
Autorin: Karla Mehrtens
 
Wenn die Mund- und Gesichtsmuskulatur untrainiert ist, nützen alle Ermahnungen nichts. Dann können die Lippen beim Essen nicht geschlossen bleiben, die Zunge drückt beim Schlucken von Speichel oder Nahrung nicht an den Gaumen, sondern gegen die Zähne. Es kommt zu Zahn- und Kieferfehlstellungen. Auch Speichelfluss oder Sprechauffälligkeiten wie Lispeln sind mögliche Folgen einer schwachen Mundmotorik.
 
Die beste Vorübung zur Kräftigung der Mundmotorik ist das Saugen beim Stillen.
 
Später fördern Sport und Bewegung, sowie Puste- und Saugspiele den Muskelaufbau. Natürlich ist kräftiges Kauen gut; die Schale am Apfel und die Rinde am Brot leisten Wertvolles.
 
Bei gravierenden Problemen sollte eine Therapie schon im Kleinkindalter beginnen.
 
Auch im Zusammenhang mit einer kieferorthopädischen Behandlung sollte überprüft werden, ob eine Zungenfehlfunktion die Regulierung stört und unnötig verlängert.
 
Eine begleitende Myofunktionelle Therapie, vom Kieferorthopäden verordnet, kann Kosten ersparen.
 
(Braunschweiger Zeitung, 09.12.2005)

 
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