Praxis Schönebaum & Mehrtens
Wann braucht mein Kind Hilfe beim Lesen und Schreiben?
 
Autorin: Karla Mehrtens
 
Wenn ein normal intelligentes Kind Lesen und Schreiben - in der dafür vorgesehenen Zeit - völlig unzureichend erlernt, sprechen wir von einer Lese- Rechtschreib- Schwierigkeit (LRS).
 
Das Lesen kann langsam und stockend sein, ohne Sinnentnahme. Beim Schreiben werden Buchstaben verwechselt, Silben und Wörter ausgelassen oder verdreht.
 
Eine LRS wird nicht als Krankheit eingestuft, die Förderung der Kinder und Jugendlichen obliegt den Pädagogen.
 
Wenn aber eine Störung der Sprache zugrunde liegt, kann vom Arzt Sprachtherapie verordnen werden.
 
Die LRS ist für die Betroffenen oft sehr belastend. Es können sich zusätzlich Verhaltensauffälligkeiten wie Schulangst, Aggressivität, Konzentrationsstörungen entwickeln. Eltern sollten den Druck nicht verstärken, die eigenen Ängste nicht auf das Kind übertragen. Nur ein selbstbewusstes lernfreudiges Kind macht Fortschritte.
 
Suchen Sie das Gespräch mit den Lehrern Ihres Kindes. Bei größeren Problemen empfiehlt sich der Besuch einer Beratungsstelle.
 
(Braunschweiger Zeitung, 15.02.2006)

 
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