Praxis Schönebaum & Mehrtens
Wann spricht man von einer gestörten Sprachentwicklung?
 
Autorin: Karla Mehrtens
 
Eine normale von einer gestörten Sprachentwicklung zu unterscheiden, ist nicht einfach, schließlich macht jedes Kind "Fehler". Dennoch gibt es eine regelgeleitete Reihenfolge, in der die Phasen der "Fehler" durchlaufen werden. Wenn ein Zweijähriges ruft: "Da Tasper tommt" ist es süß, beim Vorschulkind auffällig. Mit ca. vier Jahren sollte der Spracherwerbsprozess abgeschlossen sein.
 
Beraten Sie sich bei Auffälligkeiten mit Ihrem Kinderarzt. Der überweist gegebenenfalls zum Päd.-Audiologen oder für eine Überprüfungsstunde zum Sprachtherapeuten. Nur eine genaue Diagnose gibt Aufschluss.
 
Selten hat eine Sprachentwicklungsverzögerung etwas mit verminderter Intelligenz zu tun. Gerade bei intelligenten, phantasiebegabten Kindern werden Verzögerungen zu spät erkannt, da sie Kompensationsstrategien bilden. Die Probleme treten dann erst in der Schule auf. Denn Lesen und Schreiben bauen als nächst höhere Kulturtechnik auf dem Sprechen auf.
 
(Braunschweiger Zeitung, 16.09.2005)

 
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